41. GP Osterhas, 16. April 2022

Hoffen auf Wetterglück am GP Osterhas

Der 41. Grand Prix Osterhas wartet am Ostersamstag in der Affoltemer Industrie wieder mit starken Fahrern in sämtlichen Kategorien auf. Hauptattraktion ist die zweimalige Siegerin und Olympia-Bronzemedaillengewinnerin Linda Indergand und der deutsche Radkriteriummeister und Vorjahressieger Jonas Schmeiser.

Von Martin Platter

Grosses Bibbern des unermüdlichen Organisationskomitees unter der Leitung von René Graf: An den letzten beiden Samstagen grassierte im Säuliamt Huddelwetter mit Regen und Schneetreiben; gewissermassen der Inbegriff von Aprilwetter; so, wie an den letzten beiden Austragungen des GP Osterhas 2021 und 2018. Und dies, obschon die letztjährige Austragung sogar um einen Monat auf Mitte Mai verschoben wurde. Graf sagt denn auch: «Es ist zum Verrücktwerden. Im Februar und März hatten wie die längste Zeit schönes und trockenes Radsportwetter. Kaum geht’s auf dem GP Osterhas zu, wird’s wettermässig wieder ungemütlich.»

Graf weiss: Wenn`s trocken ist, kommen nicht nur wesentlich mehr Zuschauer. Auch mehr Spitzenfahrer lassen sich auf die Rundenjagd über die Bahngeleise der Lindenmoosstrasse ein. In diesem Jahr haben sich wieder mehrere Topfahrer angekündigt. Allen voran natürlich die «Eigengewächse» des organisierenden Radrennclub Amt, wie zum Beispiel die erst kürzlich zur «Newcomerin der Jahres» der Säuliämtler Sports Awards gekürten Shana Huber. Oder die Söhne Cedric, Jan und Nils sowie die Tochter Aline des OK-Präsidenten, die selber eifrig in die Pedale treten. Dazu kommen die starken Fahrer der IG Radquer Mettmenstetten wie Francesco Caruso, der letztes Jahr Zweiter bei den U17 geworden war. Und der Zwilliker Elia Felsberger, der für den befreundeten RMV Cham-Hagendorn startet.

Linda Indergand als Favoritin

In der Elitekategorie ist die Chance intakt, dass wieder Linda Indergand das Zepter übernimmt. Die Urnerin hatte die Rundenhatz bereits 2017 und 2018 im Alleingang für sich entschieden und befindet sich auch in diesem Jahr wieder in Topform. Das hat die Olympia-Bronzemedaillengewinnerin von Tokio am letzten Sonntag als Siebente und beste Schweizerin am Crosscountry-Weltcupauftakt in Brasilien gezeigt. Indergand macht ihren Start in Affoltern jedoch vom Wetter abhängig. Ist es nass, verzichtet sie. Leicht wird es die Urnerin auch auf trocknem Parcours nicht haben, denn es haben sich wieder eine Reihe starker deutscher Fahrerinnen angemeldet, die den Wettkampf, der auch zum schweizerischen Frauen-Cup zählt, letztes Jahr dominiert hatten.

Bei den Männern zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Auch da hat sich der deutsche Radkriteriumspzialist Jonas Schmeiser wieder angemeldet. Im Vorjahr hatte Schmeiser mit seinem Team «RSC Auto Brosch Kempten» das Peloton in Affoltern nach Belieben dominiert und gleich sämtliche Podestplätze geholt. Als kleiner Lichtblick aus Sicht der Organisatoren wird auch RRC-Amt-Leistungsträger Urs Huber den Wettkampf wieder bestreiten. Der Mettmenstetter Bikemarathon-Spezialist hat die Rundenjagd zuletzt 2017 bestritten und dabei den achtbaren zehnten Rang erreicht. Wie alle hofft auch Huber auf trockene Bedingungen.

Die Startzeiten

9 Uhr, Anfänger U17
10.15 Uhr, U19
12.15 Uhr, Schüler U11/U13
13 Uhr, Piccolos 1, 2 und 3
13.30 Uhr, U15
14.15 Uhr, Frauen Elite/U23/U19/U17
16 Uhr, Elite/Amateure