40. GP Osterhas, 16. Mai 2021 (Verschiebedatum)

Bewilligung der Stadt Affoltern liegt bereits vor

Die 40. Austragung des traditionsreichen Velorennens «Grand Prix Osterhas» hat dem organisierenden Radrenn-Club Amt bisher kein Glück gebracht. Doch nun zeichnet sich ein Silberstreif am Horizont ab. Die Bewilligung für die Austragung für das Verschiebedatum am 16. Mai liegt vor.

Von Martin Platter

Am Ostersamstag 2018 fand der GP Osterhas letztmals statt. Dauerregen und kühle Temperaturen prägten das Rundstreckerennen in der Affoltemer Industrie vor drei Jahren, das mit einem Schock für die Veranstalter geendet hatte. Die letzte Siegerehrung war gerade im Gang, als auf dem Jurywagen Zeitmesser Werner Jacobs einem Herzinfarkt erlag. Seither wurde die Traditionsveranstaltung des RRC Amt nicht mehr ausgetragen. 2019 fehlten die nötigen Bewilligungen. 2020 kamen dem Organisationskomitee die Corona-Erlasse des Bundesrats in die Quere. Das könnte auch 2021 passieren. Die kantonale Direktion für Soziales und Sicherheit kann noch immer ihr Veto einlegen. Doch die neue Leitung des Organisationskomitees lässt sich davon nicht entmutigen.

Der langjährige, frühere RRC-Amt-Präsident René Graf ist entschlossen, den Wettkampf 2021 endlich wieder einmal durch- und ihn auch über das Jahr 2021 weiterzuführen. Der Ottenbacher, der früher selber aktiver Radsportler war, sagt: «Das sind wir den Radsportlern schuldig.» Gleichwohl kann es sich auch Graf nicht leisten, unzählige Stunden in eine Veranstaltung zu investieren, die dann im letzten Moment wegen neuer Corona-Bestimmungen abgesagt werden muss. Das OK wurde deshalb auf ein Trio geschrumpft, das sich blind versteht. Neben Graf wirkt der langjährige Bauchef Geri Felsberger sowie der ebenfalls erfahrene Rennchef Urs Staub, die beide bereits Jahrzehnte im GP-Osterhas-OK mitwirken. Das Finanzielle erledigt Patrick Moor als Externer.

Schlanke Strukturen, um gewappnet zu sein

«Die schlanken Strukturen erlauben es uns, ohne lange Vorlaufzeiten rasch und flexibel zu entscheiden, was mit dem Rennen geschehen soll.» Dank der Erfahrung der Involvierten wüssten alle auch ohne zahlreiche OK-Sitzungen, was sie zu tun hätten. «Wir sind so aufgestellt, dass wir ohne grosse finanzielle Verluste sieben Tage vor dem Rennen noch immer absagen könnten.» Finanzielle Verbindlichkeiten werden wenn immer möglich erst im letzten Moment eingegangen.

Das Schutzkonzept ist allerdings happig. Zuschauer sind keine zugelassen. Auf ein Festzelt wird verzichtet, die Festwirtschaft auf ein Minimum reduziert. Pro Fahrer dürfen nur maximal zwei Betreuer vor Ort sein. Die einst grösste Kategorie der Masters/Amateure fällt weg bzw. wurde untersagt. Stattdessen gibt es wieder ein U19-Rennen (Jg 2003/2004), da wegen des späteren Termins die Überschneidung mit der Waadtland-Rundfahrt entfällt. Amateure der Jahrgänge 2001 und 2002 dürfen bei der Elite fahren.  

«Finanziell sind wir auf der sicheren Seite. Langjährige Sponsoren wie die Dema-Reinigungen oder die Raiffeisen-Bank haben uns die Treue gehalten und machen wieder mit», ist René Graf dankbar. Zudem habe ein neuer Zeitnehmer und weniger Preisgeld das Budget markant entlastet. «Wir möchten nicht mit allen Traditionen brechen. Die Siegerehrungen werden gemacht. Auf das Rangverlesen müssen wir jedoch verzichten», erklärt Graf. Er hofft, dass bald wieder Normalität in den Radrennbetrieb einkehrt.

Die Startzeiten

9.30 Uhr, Anfänger U17
10.30 Uhr, U19
12 Uhr, Schüler U11/U13
12.30 Uhr, Piccolos 1, 2 und 3
13 Uhr, U15
13.45 Uhr, Schüler U15/Mädchen U17, 1. Jahr
14.30 Uhr, Frauen Elite/U23/U17, 2. Jahr
16 Uhr, Elite/Amateure