40. GP Osterhas, 16. Mai 2021 (Verschiebedatum)

Beeindruckende Teamleistungen am Grand Prix Osterhas

Die Rahmenbedingungen zur 40. Austragung des GP Osterhas waren am letzten Sonntag jubiläumsunwürdig. Publikum war keines zugelassen und auch das Wetter liess am Nachmittag zu wünschen übrig. Dennoch war es wichtig, das Radrennen auszutragen.

Von Martin Platter

Es wird langsam zum Running Gag: Immer wenn es regnet ist GP Osterhas-Zeit. Stimmt aber nicht ganz. Hätte das traditionsreiche Radrennen in den letzten beiden Jahren wie geplant am Ostersamstag stattfinden können, wäre das Wetter perfekt gewesen. Doch 2019 fehlte die Bewilligung und 2020 trieb ein Virus sein Unwesen. 2021 wollten die Verantwortlichen des organisierenden Radrennclub Amt nicht nochmals absagen. Deshalb wurde der Wettkampf vom Ostersamstag erstmals auf den Sonntag Mitte Mai verschoben.

Das Wetter zeigte sich wenigstens am Morgen versöhnlich. Im ersten Wettkampf des Tages fuhren mit Francesco Caruso von der IG Radquer Mettmenstetten und Cedric Graf vom organisierenden RRC Amt gleich zwei Locals um die Spitzenplatzierungen im Wettkampf der U17-Fahrer. Caruso, der in der Westschweiz zum Saisonauftakt bereits einen Sieg und zwei zweite Plätze feiern konnte, wurde als Favorit jedoch gut von seinen Mitstreitern bewacht. Er erreichte schliesslich den zweiten Platz. «Ich bin mit meiner taktischen Leistung nicht ganz zufrieden und hätte früher beginnen sollen, Sprintpunkte zu sammeln», sagte Caruso selbstkritisch. Letztlich überwiege jedoch die Freude, denn er habe am Schluss das Beste aus der Situation gemacht.

Trotz des Regens animierte Rennen

Den Podestplatz für den organisierenden RRC Amt holte im U13-Rennen Shana Huber mit einer beherzten Leistung als schnellstes Mädchen im gemischten Pulk. Um die Mittagszeit wurden die Wolken immer dichter und erste Regentropfen netzten die Rundstrecke auf der Lindenmoosstrasse. Die jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer liessen sich davon aber nicht beeindrucken und lösten die schönsten Jöh-Momente aus. Kaum waren die Piccolos im Ziel, öffneten die Himmelsschleusen. Ungeachtet der nassen Fahrbahn blieb das Renntempo
hoch.

Vor allem die Topkategorien bei den Frauen und Männern zählten heuer so viele starke deutsche Teams wie noch nie. Deren Fahrerinnen und Fahrer legten sich mächtig ins Zeug und dominierten die jeweiligen Rennen nach Belieben. Bei den Frauen waren es Katharia Fox und Helena Bieber vom RSG Giessen Biehler, die dem Rennen ihren Stempel aufdrückten und schliesslich einen Doppelsieg feierten. «Katharina war es, die immer wieder angriff. Ich bin dann zu ihr gestossen und wir haben unser Tempo einfach gemeinsam durchgezogen», erklärte Bieber die simple Teamtaktik, die sich aus dem Rennverlauf heraus ergeben hat. Allerdings unter Abwesenheit der letzten Siegerin Linda Indergand. Die Silenerin stand diesmal zeitgleich am Crosscountry-Weltcup in Nove Mesto im Einsatz, den sich als beste Schweizerin im sechsten Rang beendete.

«Richtig Bock, wieder mal ein Rennen zu fahren»

Bei den Männern konnte sich Sieger Jonas Schmeiser auf sieben weitere Teamkollegen verlassen, die ihn während des Rennens wirkungsvoll unterstützten und mit hohem Tempo und taktisch klugen Sprints in Pole Position brachten. Sein Team RSC Auto Brosch Kempten realisierte denn sogar einen Dreifach-Triumph. Der zweitplatzierte Teamkollege Andreas Mayr platzte fast vor Freude über die überlegene Mannschaftsleistung und die Möglichkeit, überhaupt wieder mal ein Rennen fahren zu können. Er sagte: «Wir sind hierhergekommen, um zu siegen, denn alle in unserem Team hatten richtig Bock, hier zu fahren. Dass wir gleich alle Fahrer auf dem Podium stellen konnten, damit haben wir nicht gerechnet. Wir sind sehr dankbar, dass wir endlich wieder mal ein Rennen fahren durften.»

Die Freude schlug sich auch im Stundenmittel nieder. Trotz strömenden wurden die 88 km in weniger als zwei Stunden zurückgelegt was einer horrenden Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 45 km/h entspricht. Einer der schnellsten GP Osterhas in der 40-jährigen Geschichte.

Pressekontakt: Martin Platter, 079 231 87 18

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